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Hier der Bericht aus den Stuttgarter Nachrichten vom 05 Oktober 2011
Moderne Wohnungen Mangelware
Studie sagt hohen Bedarf an Wohnraum voraus.
In Baden-Württembergs Ballungsgebieten steht einer Studiezufolge ein Wettkampf um modernen Wohnraum an.
Schon bis zum Jahr 2020 werden im Südwesten etwa 150 000 alte Wohnungen nicht mehr marktfähig sein, bis 2030 folgen etwa 180 000 weitere. Vorallem die Stadtkreise sind betroffen. Das geht aus einer am Dienstag in Stuttgart vorgelegten Analyse des Leibniz-Instituts für ökologische Raumentwicklung (IÖR) aus Dresden hervor, die es im Auftrag derArbeitsgemeinschaft Baden-Württembergischer Bausparkassen erstellte. Laut Studie werden bis 2030 im Schnitt landesweit sieben Prozent des Wohnungsbestands nicht mehr zu vermarkten sein rechnerisch immerhin etwa jede 14. Immobilie. Wie I-ö-R Direktor Bernhard Müller erläuterte, stammen diese Wohnungen meist aus den 1950er und 1960er Jahren und seien inzwischen so modernisierungsbedürftig, dass sie künftig nicht mehr die ansprüche der Nachfrageseite erfüllen dürften. Allen voran liegen die Ballungsgebiete Mannheim/Heidelberg, Heillronn, Karlsruhe, Pforzheim, Stuttgart,Baden-Baden, Ulm und Freiburg. Auch der Kreis Schwäbisch Hall und die Ortenau haben einen hohen Bedarf. Das gelten den genannten Regionen vor allem für den Wohnungsbestand - also alt gegen neu. Der Neubau von Wohnungen auf vorher freien Flächen spiele dabei keine so große Rolle. Dagegen hätten die Kreise Enzkreis, Calw, Heidenheim, Sigmaringen und Waldshut mit bis zu fünf Prozent weniger neue Wohnungen nötig. Insgesamt rechnet das I-Ö-R für Baden-Württemberg mit einem möglichen Bedarf von gut 600 000 Wohnungen bis 2030.